CEAC Chinese European Arbitration Center Chinese European Arbitration Centre

Hintergrund und Geschichte

CEAC basiert auf einer engen Kooperation zwischen Europa und Asien, die sich insbesondere auch in der Gründungsgeschichte zeigt.

Hamburg als Sitz von CEAC bietet nicht nur mit seinem Handelshafen ein Drehkreuz zwischen beiden Welten, sondern auch die notwendige Infrastruktur um Schiedsverfahren erfolgreich zu administrieren und durchzuführen.

CEAC-Geschichte

Die Idee zu CEAC reicht bis ins Jahr 2004 zurück, als die Hanseatische und Tianjin Rechtsanwaltskammer eine Kooperation eingingen. 2007 wurden die Diskussionen über die Gründung eines Schiedsinstitution konkret und an zahlreichen Anlässen diskutierten die unterstützenden Institutionen und Personen die Details des Projekts.

Mitte 2008 wurde der spätere alleinige Gesellschafter von CEAC, die gemeinnützige Chinese European Legal Association e.V. (CELA) gegründet. Kurz danach im September 2008 wurde CEAC offiziell gegründet und eingetragen. Seine Geschäftstätigkeit nahm CEAC am 18. September 2008 auf.

Mittlerweile hat sich CEAC in der Internationalen Schiedsgerichtsgemeinschaft sowie Wirtschaftsgemeinschaft etabliert. Es hat seine Regeln bereits zweimal überarbeitet und die ersten Verfahren erfolgreich administriert.

Weitere Informationen

  • 2004 - 2006

    2004 ging die Hanseatische Rechtsanwaltskammer ein Kooperationsabkommen mit der Tianjin Bar Association ein und empfing mehrere chinesische Delegationen. Bei den Vorbereitungen des Besuchs des Ersten Bürgermeisters Ole von Beust in China trat die Freie und Hansestadt Hamburg an die Hanseatische Rechtsanwaltskammer mit der Frage heran, welchen Beitrag sie zum Ausbau der Verbindung zu China und insbesondere zu Hamburgs Partnerstadt Shanghai leisten könne.

    Die ersten bilateralen Diskussionen fanden anlässlich der Konferenz der "World City Bar Leaders" im September 2004 in Shanghai statt. Es zeigte sich, dass das Projekt auf eine breitere Basis gestellt werden müsse. In der Folge wuchs das Projekt erst auf nationaler Ebene, dann auf europäischer und schließlich auf globaler Ebene weiter.

  • 2007

    Anlässlich des Jahrestreffens der Inter Pacific Bar Organisation (IPBA) im April 2007 in Peking kam eine Gruppe von Referenten und Schiedsexperten sowie Vertretern der CIETAC in Peking zusammen und beschloss, das Projekt weiterzuverfolgen. In der Folgezeit fanden zahlreiche weitere Diskussionen anlässlich mehrerer internationaler Konferenzen (z. B. in Wien, Singapur, Moskau und New York) statt.

    Insbesondere lud die Hanseatische Rechtsanwaltskammer am 15. Oktober 2007 32 Experten aus 17 Ländern zu einem Gründungsmittagessen in den Singapore Cricket Club ein. Bei diesem Anlass wurde das Projekt erstmalig offiziell der internationalen Gemeinschaft vorgestellt und seine Fortsetzung einstimmig beschlossen. In den folgenden Monaten begeisterte das Projekt etwa 470 Unterstützer aus 47 Nationen.

  • 2008

    Im Juli 2008 wurde der gemeinnützige Verein Chinese European Legal Association e.V. (CELA) gegründet. CELA unterstützt die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen China und Europa im Hinblick auf Themen aus Recht und Rechtskultur, einschließlich Fragen zur Vermeidung von internationalen Streitigkeiten mit Bezug zu China und der Einigung und Lösung solcher Streitigkeiten. Dies schließt die Gründung des Chinese European Arbitration Centres in Hamburg und jegliche Ausbildung zu den oben genannten Themen ein. CELA wurde am 5. August 2008 im Hamburger Vereinsregister (VR 20016) eingetragen.

    Die Chinese European Arbitration Centre GmbH wurde am 2. September 2008 gegründet und am 12. September 2008 im Handelsregister (HRB 106638) eingetragen. Mit Wirkung zu 18. September 2008 wurde das Chinese European Arbitration Centre eröffnet und nahm seine Tätigkeit auf.

Hamburg & China

Hamburgs Tor zu China

Über 2.500 Brücken queren die zahlreichen Flüsse und Kanäle Hamburgs - mehr als in Amsterdam und Venedig zusammen. Hamburg besitzt mehr Brücken innerhalb seiner Stadtgrenzen als jede andere Stadt der Welt. An vielen Orten der Welt versuchen Menschen heute "Brücken" zwischen den unterschiedlichen Kulturen zu bauen um starke und verlässliche Wirtschaftsbeziehungen zu schaffen. Auch Hamburg war schon immer herausragend im Bau solcher interkultureller Brücken.

Es ist kein Zufall, dass Hamburg auch das "Tor zur Welt" genannt wird. Sicher ist Hamburg jedenfalls Europas Tor zu China. Über 520 chinesische Unternehmen haben eine Niederlassung in Hamburg. Sie machen die Stadt zur zentralen Drehscheibe für chinesische Handels- und Investitionsbeziehungen zu Europa. Auch handeln ungefähr 700 Unternehmen aus Hamburg mit chinesischen Partnern. Der Seehandel zwischen Hamburg und China war stets beeindruckend hoch. Hamburg nimmt eine zentrale Position auf der Handelsroute zwischen China und Nord-, Ost- und Zentraleuropa ein, in dem es der Güterumschlagsplatz für einen Großteil des Containerverkehrs zwischen China und diesen Regionen ist.

Der Handel zwischen Hamburg und China wächst. 2004 wurden Waren im Wert von 6,6 Milliarden Euro nach Hamburg importiert und Waren im Gegenwert von fast 4,1 Milliarden Euro von Hamburg nach China exportiert - eine Steigerung von nahezu 50 % im Vergleich zu 2008. Gemessen am Export ist China der drittwichtigste Handelspartner von Hamburg.

Am besten lässt sich dieser Trend anhand des steilen Anstiegs von Niederlassungen chinesischer Firmen in Hamburg verfolgen. Die Stadt beherbergt heute den europäischen Hauptsitz vieler Unternehmen aus dem Bereich des Seehandels und der Schifffahrt. Auch in China vertrauen immer mehr Unternehmen auf Produkte aus Hamburg und seine erfahrenen Dienstleister.

Hamburg bezieht eine klare Position in seiner Handelspolitik. Wie kaum eine andere Region auf der Welt weiß Hamburg aus Erfahrung, dass Fairness, Ehrlichkeit und die Einhaltung internationaler Standards und Regeln zwingende Voraussetzung für das Gedeihen des Einzelnen, von Städten und ganzen Nationen sind. Dies zeigt auch die Erfahrung Deutschlands in den letzten Jahren: Sein wirtschaftlicher Erfolg wäre ohne seine Leistungsfähigkeit im Export nicht möglich gewesen.

China Summit and China Time

Hamburg ist Organisator der zweijährlich stattfindenden Konferenz "The Hamburg Summit: China meets Europe". Es richtet die öffentliche Aufmerksamkeit auf die ostasiatische Wachstumsregion China und wird durch das Programm der China Time begleitet, die einen kulturellen Blick in und auf China ermöglicht.

Schiedsgerichtsbarkeit in Hamburg

Hamburg ist eines der führenden Zentren für internationale Schiedsgerichtsbarkeit, da nicht weniger als 15 Schiedsinstitutionen hier ihren Sitz haben. CEAC ist stolz darauf, dass die Handelskammer Hamburg als Co-Initiator für ihr chinesisch-europäisches Schiedsprojekt gewonnen zu haben.